Ich bin 2018 aus Köln nach Dubai gezogen, zuerst mit einem auf zwei Jahre befristeten Vertrag, dann blieb ich länger, weil mein Alltag hier schnell normal wurde. Meine ersten Monate habe ich in Al Barsha gewohnt, später in Jumeirah Lake Towers und heute nahe Al Satwa, wo ich vieles zu Fuß erledigen kann. Gerade dieser Wechsel zwischen Vierteln hat mir geholfen, die Stadt nicht nur über Hotels und Sehenswürdigkeiten zu verstehen. Ich kenne den Weg vom frühen Bus zur Gold Souk Bus Station genauso wie den Stau auf der Sheikh Zayed Road am Freitagabend und die ruhigen Morgenstunden am Dubai Creek.

Viele Leserinnen und Leser aus Deutschland denken bei den VAE zuerst an Luxus, Malls und strenge Regeln, und genau da fangen Missverständnisse oft an. Ja, Dubai ist ordentlich, schnell und manchmal teuer, aber der Alltag ist viel kleinteiliger: günstige Kantinen in Karama, Familienstrände in Umm Suqeim, lange Wege in Dubai South und ein sehr praktischer Rhythmus rund um Hitze, Gebetszeiten und Wochenenden. Überraschend war für mich, wie stark sich die Emirate untereinander unterscheiden. Abu Dhabi fühlt sich anders an als Sharjah, und selbst in Dubai macht es einen Unterschied, ob man in Deira, Mirdif oder Dubai Marina unterwegs ist.

Wenn ich schreibe, prüfe ich Preise und Öffnungszeiten so nah wie möglich am Veröffentlichungstag. Ich rufe bei Museen und Attraktionen an, kontrolliere Fahrzeiten in der RTA-App, fahre Strecken mit Dubai Metro, Tram oder Abras selbst ab und notiere, wie lange Umstiege in BurJuman oder Union real dauern. Bei Restaurants bestelle ich möglichst vor Ort, statt nur Speisekarten online zu lesen. Wenn sich Eintrittspreise saisonal ändern, schreibe ich das dazu. Partnerlinks verwende ich nur, wenn sie für die Buchung tatsächlich nützlich sind, und ich kennzeichne sie klar, damit niemand rätseln muss, warum ein Link gesetzt ist.

Meine Perspektive ist für Leser aus Deutschland vor allem deshalb hilfreich, weil ich dieselben Fragen kenne, die vor einer Reise auftauchen: Kann ich mich ohne Mietwagen bewegen, wie funktioniert Trinkgeld, wo lohnt sich eine Nol Card, was ist in Moscheen angemessen, und wie plant man einen Tag, ohne mittags in der Hitze festzustecken. Ich vergleiche nicht ständig mit Postkartenbildern, sondern mit echten Entscheidungen vor Ort. Deshalb nenne ich lieber die Metrostation, den Fußweg durch die Mall, den Preis für ein einfaches Mittagessen in Al Rigga oder die beste Uhrzeit für ein Taxi in Business Bay als bloße Schlagworte.